Kategorien
Gravel Unterwegs

Die Rhön ist schön

Eigentlich bin ich ja nicht so der Frühaufsteher (wobei es die letzten Jahre besser wurde) … naja, auf jeden Fall habe ich mich mal wieder im Lerche-sein geübt. Samstag, Wecker auf halb fünf. Aber es soll heiß werden, und ich hab‘ ein paar Kilometer vor mir. Ein Ausflug in die Rhön steht auf dem Programm …

Letztlich den Ausschlag gegeben hat eine Route, die Andrea kürzlich auf Komoot gepostet hat. Erstes Ziel, die Strecke 46 („die vergessene Autobahn“). Nie vorher gehört. Aber klang gut …

… erstmal ein Stück „Anfahrt“. Berg rauf. Berg runter. Saaletal. Am frühen morgen, einfach nice:

Ich wollte aber nicht im Saaletal bleiben, sondern ins Sinntal. Also hinter Gräfendorf erstmal knackig bergauf — kein Wunder, das Ding heißt „Hochstraße“. Aber obwohl Kreisstraße — kaum Verkehr. Einfach in Ruhe pedalieren, irgendwo am Rande zwischen Spessart und Rhön. Die Trasse der Strecke 46 war wunderschön — von den Ruinen habe ich ehrlicherweise aber nix gesehen, zu schön die Natur.

Im Sinntal ging’s dann weiter mit dem „Rhön Express“-Bahnradweg. Und entgegen anderen Radwegen (Main-Radweg z.B., grummel) ist dort auch fast nichts los. (hmm, okay, Samstag Vormittag geht der Main-Radweg meistens auch noch)

Witzig fand ich ein Pausenhäuschen im Stil eines Schienenbuses:

… allgemein haben sie sich mit dem Radweg echt Mühe gegeben. Habe vieles nicht fotografiert, finden sich auch so schon viele Bilder im Netz. Vor Straßenübergängen haben sie z.B. Vorsignalbaken aufgestellt (allerdings in grün, nicht in schwarz — wohl, dass es im Zweifel kein echtes Verkehrszeichen ist) … oder Andreaskreuze bei Straßenübergängen auf den Asphalt gepinselt.

Leider hat an jenen Übergängen aber trotzdem der Autoverkehr den Vorrang, und nicht der Bahnradweg. Ist also doch keine echte Bahntrasse mehr 🙂
… wobei an ein paar Übergängen hat tatsächlich der Radweg Vorrang (und ja, das sind dann eher Ausfahrten, aber immerhin)

manchmal wurden auch Schienen auf den Asphalt gepinselt

Und ein Bieber durfte sich auch verewigen. Einerseits selbst in der Natur. Andererseits vom Menschen in Stein und welchem Material auch immer:

… in Wildflecken hört besagter Radweg dann auf. Bis Oberwildflecken gibt’s noch einen „normalen“ Radweg, … dann kommt normale Staatsstraße. Ich bin noch auf den Kreuzberg rauf, … kurz nach Mittag, und die Sonne hat schon ganz schön gestochen. Oben am Kloster war so viel los, dass ich gar nicht bis zum Gipfelkreuz hoch bin. Man könnte glatt meinen, die Pandemie sei schon vorbei 🙂 … hab‘ dann lieber gleich kehrt gemacht und mich in Abfahrt gestürzt. Saugeil nach der Plackerei — sechseinhalb Minuten bei 50 km/h Schnitt 🙂

Download: GPX-Track herunterladen.

… in Bad Neustadt bin ich dann in den Zug und über Schweinfurt zurück nach Würzburg.

Mal wieder Dieselzug, ich geb’s ja zu 😇

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.