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Gravel Unterwegs

Overnighter im Steigerwald

Der Gedanke einmal das Zelt ans Fahrrad zu schnallen und los zu ziehen, kam mir schon ziemlich zu Beginn „meiner Radlzeit“ — also irgendwann letzten Oktober oder so. Allerdings war dann das Wetter erstmal nicht vorhersehbar genug, dass ich gleich einmal losgelegt hätte. Anfangs des Jahres war der Wunsch dann immer größer — und dann kam der März und machte die Idee erstmal unmöglich.

Naja, inzwischen ist Lockerung ja in aller Munde — und so habe auch ich zur Kenntnis genommen, dass die Campingplätz wieder öffnen — aber halt nicht für Zelte (weil die keine eigenen Sanitäranlagen haben). Eher zufällig bin ich dann darauf gestoßen, dass die Trekkingplätze im Steigerwald seit einer Woche wieder offen haben (nur Wald, keine Sanitäranlagen).

Vom komfort her eher so wie Wildcampen, aber halt erlaubt. Dann ging alles ziemlich schnell, das Pfingstwochenende stand vor der Tür, also overnighter, los geht’s. Sonntag war’s soweit, ab auf’s Rad …

Gesamtstrecke: 76825 m
Gesamtanstieg: 788 m

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Die Route war gefühlt so geplant, dass es immer gegen den Wind ging. Etwas anstrengend, hat im Endeffekt aber trotzdem gut Spaß gemacht. Gibt’s halt eine Pause mehr 🙂

Hier ein paar Fotos, die ich während der Fahrt so gemacht habe:

Am Trekkingplatz angekommen war die Überraschung erstmal groß. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass da zumindest ein bissl geregelt ist, wo man sein Zelt aufschlagen soll. Gras. Gemäht. Oder so. Nicht so dort. Also der Platz war ersichtlich und es standen zwei Sätze Tisch mit Bänken, Feuerstelle. Ne abgeschlossene Hütte. Rest ungeregelt. Als ich angekommen bin, war nur ein Vater nebst seinem Sohn dort — alles easy, erstmal den erstbesten Platz genommen und Zelt aufgeschlagen. Läuft.

Die Nacht war soweit echt gut. Einzig habe ich keinen so richtig festen Schlaf und, dass nachts was neben dem Zelt stöbert und irgendwas Größeres (weiter weg) ziemlich laut röhrt … bin ich zumindest (noch) nicht gewöhnt 🙂

Unter’m Strich hab‘ ich nicht so richtig lange & erholsam geschlafen, aber egal. Die Erfahrung war gut — und auch gelernt habe ich, dass es morgens kälter ist als gedacht.

Den Rückweg hatte ich eigentlich auch wieder zunächst quer durch den Steigerwald geplant. Aber ich wollte irgendwo fahren, wo Sonne ist. Und in der früh ist auf der B22 wohl auch nicht so viel los — so stand recht schnell der Entschluss, doch den Radweg an der Bundesstraße entlang zu nehmen:

Gesamtstrecke: 64180 m
Gesamtanstieg: 439 m

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